Jetzt neu auf Switch
Mobilspieler düsen schon seit fast zwei Jahren über die endlosen Straßen von #DRIVE, seit kurzer Zeit ist auch eine Version für Switch erhältlich. Bevor ich auf die spielerischen Eigenschaften eingehe, ein paar Worte zum Finanziellen: Auf Switch schlägt #DRIVE elf Euro zu Buche, dafür ist das Spiel frei von Mikrotransaktionen oder dem Angebot, sich durch das Ansehen von Werbeclips zusätzliche Credits zu verdienen. Auf Android oder iOS kostet die erkaufte Werbefreiheit 3,59 Euro; die Versuchung, durch Credits, die man mit Echtgeld erwirbt, schneller an neue Autos zu gelangen, besteht aber weiterhin. Ein Beispiel: 60.000 Einheiten kosten 4,19 Euro - damit kann man sich ca. 15 mickrige oder vier sehr coole Schlitten sowie eine neue Strecke leisten. Das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, denn den Großteil meiner Zeit mit #DRIVE habe ich auf der Switch verbracht, wo es diese Unsitte nicht gibt.
Donuts für die Polizei
Kleine Weltreise
Je nach Strecke ändert sich die Häufigkeit der zerstörbaren Randobjekte (daraus purzeln auch Kronkorken) sowie ein paar kleinere Gefahrstellen (Bahn-Überführung, kreuzender Traktor) - generell geht es aber stets abwechselnd durch urbane und durch ländliche Abschnitte. Scharfe, schwierige Kurven gibt es dabei nie, die Streckenführung dürfte angesichts des überschaubaren Spieltempos ruhig anspruchsvoller und peppiger sein. Und so versucht man dann, immer längere Ausflüge zu unternehmen (Highscore!), Unfälle zu vermeiden und viele Korken aufzusammeln. Wofür? Zum Freischalten neuer Autos und Strecken. Lange Fahrten bescheren euch auch mehr Postkarten, die man braucht, um Kurse zu kaufen: Nach der Startstrecke in einer US-Wüste geht es später durchs verschneite England, über deutsche Landstraßen, durchs japanische Bergland oder in eine futuristische Stadt. Im Schnitt schaltet man circa alle 20 bis 30 Minuten eine neue Location frei - leider gibt es davon insgesamt nur sieben Stück.
Starker Fuhrpark
Fazit
Ich habe ein paar nette Stunden mit #DRIVE auf meiner Switch verbracht und mich über die vielen cool modellierten Schlitten gefreut, muss aber schon sagen, dass mir der geringe Anspruch und das auf Dauer monotone Fahren das Gefühl vermittelten, dieses Spiel wäre als Zeitvertreib während einer Zugfahrt oder (Corona-konform) eines öden Zoom-Meetings besser aufgehoben als auf der heimischen Full-HD-Glotze. Die Stick-Steuerung und das Fehlen von Mikrotransaktionen macht die Switch-Version eigentlich zur besseren Fassung, allerdings kann ich die unsaubere Bildrate nicht ausblenden - so eine Grafik muss doch auch auf einer Switch laufen wie geschmiert, z.B. hat das sogar das deutlich aufwändigere GRID Autosport besser hinbekommen. Deshalb liegen Switch- und Android-Fassung auf unserer Wertungsskala nicht so weit auseinander wie man das angesichts von Werbung und Mikrotransaktionen denken würde.
Pro
- sehr entspanntes Fahren
- freispielbare Fahrzeuge motivieren
- schöner, reduzierter Grafikstil
- das nur noch ein Versuch-Prinzip wirkt
- lustige Autonamen
Kontra
- kaum spielerische Abwechslung
- nur sieben Strecken
- Streckenlayout zu bieder
- Werbeeinblendungen & Mikrotransaktionen (Android)
- keine flüssige Bildrate (Switch)
- Polizei macht so gut wie nichts
- nervige Fahrstuhlmusik im Menü
Echtgeldtransaktionen
Wie negativ wirken sich zusätzliche Käufe auf das Spielerlebnis, die Mechanik oder die Wertung aus?
- Wichtig: Diese Käufe gibt es nur in den Fassung für Android (und iOS). Außerdem nerven hier Werbeeinblendungen, die Werbefreiheit kostet mobil 3,59 Euro.
- Es gibt Käufe für Fähigkeiten, Karten, Figuren, Waffen, Geld, XP oder Spielmodi.
- Man kann die Spielzeit über Käufe verkürzen, Pay-to-Shortcut.