Groteske Schönheit
Als würde die Dunkelheit über das Licht herrschen statt umgekehrt: Der in Ecken gedrängte Schein schwacher Fackeln erzeugt mehr Unbehagen als Sicherheit auszustrahlen. In der Ferne schleift ein buckeliges Monster, durch die Schatten dicker Pfeiler kaum zu erkennen, seine Kettensäge wie einen Sack Steine hinter sich her. Dass es nicht der einzige Wächter ist, der dort lauert, liegt genauso in der Luft wie das Amen uralter Kirchen.
Und dann öffnen sich die Türen. Groteske Kreaturen brüllen aus allen Richtungen, mit Sprengstoff gefüllte Behälter poltern über den Boden und 20 Zentimeter lange Nägel donnern wie Kanonenkugeln aus einem Schnellfeuergewehr, während sich ein helles Klopfen mit unnachgiebiger Monotonie in meinen Kopf hämmert.
Wenn ich an Quake denke, dann immer zuerst an diese starke Anderswelt, eine von Lovecraft inspirierte Collage aus Fantasy und Science-Fiction. Eine vom Horror verzerrte Romantik, die mich vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen hatte.