Activision Blizzard: Weiterhin äußerst gewinnträchtig

Activision Blizzard
01.08.2013 21:17, Julian Dasgupta

Activision Blizzard: Weiterhin äußerst gewinnträchtig

Mit einem Quartalsumsatz von 1,05 Mrd. Dollar lag Activision Blizzard zwar leicht unter der Vorjahresmarke von 1,075 Mrd. Dollar, aber deutlich über der letzten Prognose von 980 Mio. Dollar.

Beim Gewinn legte man hingegen zu: Das Vorjahresplus von 185 Mio. Dollar übertraf man mit einem Nettogewinn 324 Mio. Dollar gar deutlich.

Der Publisher verwies u.a. auf seine zuverlässigen Umsatzsäulen, Call of Duty und Skylanders. Beim Absatz von Zusatzinhalten für die Shooter-Reihe habe man sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können. Die Skylanders-Marke wiederum habe seit ihrem Auftakt mittlerweile über 1,5 Mrd. Dollar an Umsatz generiert. Auch World of Warcraft lässt natürlich fleißig die Kasse klingeln - auch wenn Blizzards Online-RPG mittlerweile "nur" noch 7,7 Mio. Abonnenten hat.

Die große Geschichte des Quartals, wenn nicht gar des ganzen Geschäftsjahres ist der Schritt des Publishers, sich aus der Umklammerung Vivendis zu lösen. Dafür hat man nicht nur reichlich Kredite bei Banken aufgenommen und noch das firmeneigene Konto bemüht, um dem einstigen Mehrheitsinhaber für über 5,8 Mrd. Dollar Aktien abzukaufen - Bobby Kotick und Brian Kelly griffen zusammen mit anderen Investoren in ihre eigenen Privatschatullen und erwarben für 2,34 Mrd. Dollar weitere Anteile. Das Duo beteiligte sich dabei mit 100 Mio. Dollar.

Vivendi besitzt mittlerweile nur noch 12 Prozent des Herstellers - vorher waren es 61 Prozent gewesen. Für jenen Deal nimmt Activision Blizzard kurzfristig Schulden bei den Banken in Kauf, muss sich aber nicht mehr davor fürchten, dass sich der klamme französische Konzern über hohe Spezialdividenden in der Kasse des Publishers bedient. Vivendi hatte im vergangenen Jahr bereits versucht, seinen Anteil zu veräußern, aber keinen Abnehmer gefunden, der den Wunschpreis zahlen wollte.

Die Umsatzverteilung im vergangenen Quartal sah folgendermaßen aus:

Plattform/Sparte: Umsatzanteil (Vorjahreswert)

  • Online Subscriptions*: 21% (21%)
  • PC: 8% (9%)
  • PS3: 26% (24%)
  • Xbox 360: 29% (26%)
  • Wii & Wii U: 2% (4%)
  • Andere: 10% (12%)

Wii und Wii U hatten damit zusammen einen geringeren Anteil am Gesamtumsatz als die Wii allein vor einem Jahr.

* Online Subscriptions umfasst wie üblich sämtliche Einnahmen aus World of Warcraft (Abo + Retail) sowie Call of Duty Elite.